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Der neue Podcast aus Berlin zu Belarus von Karoline Gil und Patryk Szostak.

In wenigen Wochen wird die Eröffnung der neuen Ausstellung des Pilecki-Instituts Berlin über die Proteste und aktuelle Lage in Belarus stattfinden. Begleitend dazu, erscheint zunächst eine Podcast-Reihe:

https://open.spotify.com/show/5kvlHp81ZBge9O4kXeLBLS?si=WvdhHpb9S5GGByYt7nM-mQ

https://youtu.be/Xy-z0RzjToQ

https://www.stitcher.com/show/weissrotweiss-freiheit-im-wandel

Google Podcasts: https://bit.ly/3w7UQ8Q

In Kürze auch über Apple Podcasts. 

Angesichts der nicht erst seit den gefälschten Präsidentschaftswahlen am 9.August regelmäßig stattfindenden Massenprotesten gegen Alexander Lukashenkas Regime, wäre man eigentlich geneigt zu sagen „Im Osten viel Neues“, um einen Klassiker zu paraphrasieren. Die Menschen gehen auf die Straßen, weil sie der Korruption, Staatswillkür und der fehlenden Meinungsfreiheit eine Absage erteilen. Seit Beginn der Proteste wurden bereits über 40.000 Menschen verhaftet, gefoltert oder anderweitig misshandelt und erniedrigt. Sie sehen sich mit einer Mischung aus Repressalien und Ermüdung konfrontiert, denen der Westen nur Halbherziges entgegenzusetzen weiß.

Anders als letztes Jahr ist davon dieses Jahr leider nicht mehr viel in den Medien zu spüren – eine Art Grundskepsis hat sich breit gemacht, bedingt durch fehlende Aussichten auf schnellen Erfolg, die Annahme, dass man ob der geopolitischen Verhältnisse ohnehin nur über begrenzte Handlungsoptionen verfügt oder dass es sich bei Belarus ohnehin nur um ein mäßig bedeutsames, weil weit entfernt liegendes Land handelt.

Karoline Gil und Patryk Szostak wollen sich damit nicht abfinden und hinterfragen diese Annahmen, indem sie  Expert:innen, Belarus:innen, internationale Beobachter:innen und Politiker:innen zu Wort lassen. Dass es dabei teils auch zu unterschiedlichen Einschätzungen kommt, liegt in der Natur der Sache, aber in einem herrscht Einigkeit: Es wäre ein Trugschluss zu glauben, dass die Marginalisierung des Themas in der Öffentlichkeit auf reale außen- und innenpolitische Gegebenheiten und Verhältnisse vor Ort, beispielsweise einer angeblichen "Stabilisierung", zurückzuführen sei. Ganz im Gegenteil.

Davon war auch der erste Gast bei „Rot-Weiß-Rot“, der Journalist und Publizist Richard Herzinger überzeugt, welcher in einem seiner Artikel folgendes konstatierte: „Belarus, das sind wir“. Zusammen mit ihm wollten wir zunächst der fundamentalen Frage „Warum?“ auf den Grund gehen:

Warum ist Belarus für den Westen wichtig?

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