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Die Eröffnung unserer Ausstellung "Lemkin. Zeuge des Genozid-Jahrhunderts".

09.10.2021

Die Ausstellung des Pilecki-Instituts über Raphael Lemkin, die vorher in Warschau zu sehen war, wird in Bochum erstmals in deutscher Sprache gezeigt. Lemkin prägte bekanntermaßen den Begriff des Genozids.

Jetzt in Bochum - die Eröffnung unserer Ausstellung "Lemkin. Zeuge des Genozid-Jahrhunderts". Das ganze findet im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Forum statt und ist als Doppelausstellung gedacht - parallel mit der Vernissage von "Fritz Bauer Bibliothek. Die mutigste Bibliothek der Welt".

Die Ausstellung des Pilecki-Instituts über Raphael Lemkin, die vorher in Warschau zu sehen war, wird in Bochum erstmals in deutscher Sprache gezeigt. Lemkin prägte den Begriff des Genozids und er trug zum Zustandekommen der Genozidkonvention der Vereinten Nationen von 1948 bei.

In ihrer Rede akzentuierte die Direktorin des Pilecki-Instituts Berlin Hanna Radziejowska vor allem den axiologischen und normenprägenden Aspekt des Handelns von Menschen wie Rafał Lemkin, Fritz Bauer und Witold Pilecki. Wir können von ihnen lernen, welche Werte wichtig sind und wie sie das eigene Handeln prägen können. Der Kurator Tomasz Stefanek wiederum beleuchtete den gesellschaftlichen Kontext, den Einfluss dominierender Rechtsschulen der Zweiten Polnischen Republik auf das Denken Lemkins und die Entstehungsgeschichte seiner zentralen rechtsphilosophischen Grundbegriffe, dessen wohl prominentestes Beispiel der Genozidbegriff ist.

Öffnungszeiten und weitere Informationen: https://www.fritz-bauer-forum.de/.../lemkin-zeuge-des.../

Aus der Pressemitteilung:

Lemkin. Zeuge des Genozid-Jahrhunderts

Die Ausstellung des Pilecki-Instituts über Raphael Lemkin, die vorher in Warschau zu sehen war, wird in Bochum erstmals in deutscher Sprache gezeigt. Winston Churchill erklärte während des Zweiten Weltkriegs Ende 1941, dass die Nazis ein „namenloses Verbrechen“ begingen. Raphael Lemkin verschrieb sich der Suche nach einem angemessenen Begriff für diese Akte der Barbarei. Dank seiner Studien in Philosophie, Philologie und im Recht gelang ihm 1943 die Prägung des Begriffs „Genozid“. Durch sein persönliches Engagement trug er zum Zustandekommen der Genozidkonvention der Vereinten Nationen von 1948 bei. Die Ausstellung erzählt von einem Menschen mit moralischer Vorstellungskraft und staatsbürgerlicher Überzeugung, der die Verwirklichung seiner Idee zu seinem Lebensinhalt machte."

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