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Gombrowicz. Eine Open-Air Ausstellung im Hansaviertel

02.11.2021

Witold Gombrowicz in Berlin! Die neue Ausstellung wird am Sonntag um 14 Uhr eröffnet.

Man nehme einen postmodernen Vagabunden, ein literarisches Genie, einen Weltenbummler wie er im Buche steht sowie komplexbehafteten, osteuropäischen Migranten in einem und stecke ihn in eine Stadt, die ihm in Sachen Vielfalt und Identitätsambiguität in nichts nachsteht. Was kommt dabei heraus?

Richtig: Witold Gombrowicz in Berlin! Genau das ist das Thema einer neuen Ausstellung, die am Sonntag um 14 Uhr eröffnet wird: 

GOMBROWICZ. Eine Open-Air Ausstellung im Hansaviertel (07.11.2021 - 19.12.2021)

07.11.2021, 14.00 | Ausstellungseröffnung | Hansabibliothek, Altonaer Straße 15, 10557 Berlin  

07.11.2021, 14.30 | Begleit-Veranstaltung: "Ich.Ich.Ich...und Berlin!" | Hanns Zischler und Olaf Kühl | Hansabibliothek, Altonaer Str. 15, 10557 Berlin

Weitere Veranstaltungstermine in Kürze! 

Empfehlenswert: Olaf Kühl, "Gombrowicz in Berlin und das DAAD-Künstlerprogramm im Ost-West-Konflikt" aus dem Buch Berliner Weltliteraturen

Wir freuen uns, Sie auch auf die Begleit-Veranstaltung um 14.30 Uhr  einladen zu dürfen: "Ich. Ich. Ich... und Berlin". Der bekannte Schauspieler Hanns Zischler liest aus den „Berliner Notizen“, der Gombrowicz-Experte und Übersetzer Olaf Kühl streut Anmerkungen über Witold Gombrowicz und seine Zeit in Berlin ein. Mehr Infos unten.

"Genug jetzt dieser Götter! Gebt mir den Menschen! Er sei, wie ich, trübe und unreif Unvollendet, dunkel und unklar Daß ich mit ihm tanze! Spiele! Kämpfe! Ihm etwas vormache! Mich bei ihm einschmeichle! Ihn f****, mich in ihn verliebe, auf ihm Mich immer neu erschaffe, und an ihm wachsend Mir selber meine Trauung gebe in der Menschenkirche!"

(Witold Gombrowicz, Die Trauung, 1948)

Über die Ausstellung 

Die ursprünglich vom Witold Gombrowicz-Museum in Wsola konzipierte Ausstellung, die nun vor den Kulissen einer lokalen Hansabibliothek in Berlin zu sehen sein wird, besteht aus Zitaten aus seinem Werk, dokumentiert Gombrowiczs wichtigste Lebensstationen und besticht durch sorgfältig ausgewählte Fotos. Um der internationalen Bedeutung seines Werks gerecht zu werden, wird die Ausstellung gleich in vier Sprachen präsentiert: Polnisch, Englisch, Deutsch und Französisch.

Witold Gombrowicz ist einer der bedeutendsten polnischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Am 19. Juli 2021 wurde am Haus in der Bartningallee 11/13 eine Gedenktafel für ihn angebracht. Gombrowicz wohnte hier nachdem er 1963 gemeinsam mit Ingeborg Bachmann im Rahmen eines Stipendiums der Ford-Stiftung nach West-Berlin eingeladen wurde. E

Warschau in den 60er Jahren
Berlin in den 60er Jahren
Argentinien in den 60er Jahren

ine durchaus denkwürdige Rück-Akklimatisierung in Europa nach einem langjährigen Aufenthalt in Argentinien, welche er in einem Brennpunkt des Kalten Kriegs, ca. 100 km entfernt von seiner Heimat, im Hansaviertel vollbrachte. Der durch Bevölkerungsschwund und das Ambiente des Kalten Krieges schwer gebeutelten Stadt sollte dank dem Zuzug internationaler Geistesgrößen wieder vergangene Glanz und Gloria zuteilwerden. Letzten Endes blieb Gombrowicz bloß für ein Jahr, doch seine Spuren sind bis heute da.

Eine Kooperation vom Pilecki-Institut Berlin und OFFEN FÜR KULTUR. Unterstützt von der Hansabibliothek und Witold-Gombrowicz-Museum in Wsola. Gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Kultur, Nationales Erbe und Sport der Republik Polen

Begleit-Veranstaltung: "Ich. Ich. Ich... und Berlin". Mit Hanns Zischler und Olaf Kühl!

07.11.2021, 14.30 | Hanns Zischler und Olaf Kühl | Hansabibliothek, Altonaer Str. 15, 10557 Berlin


Es gelten die 2G-Regeln (geimpft oder genesen). Es wird um vorherige Anmeldung gebeten: kontakt@offen-fuer-kultur.berlin.

Hanns Zischler liest aus den „Berliner Notizen“, Olaf Kühl streut Anmerkungen über Witold Gombrowicz und seine Zeit in Berlin ein. Wir freuen uns, wenn Sie auch bei der Veranstaltung mit dabei sind! 

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