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Ermittlungen und Nachkriegsprozesse gegen NS-Verbrecher

08.01.2021

Der historische Wert der Prozessdokumentation im Kontext der Erforschung des Zweiten Weltkriegs und der Geschichtsaufarbeitung in zeitgenössischen Demokratien.

Online-Diskussion | Dr Andrej Angrick, Christian Frosch und Dr Joanna Nikel | Moderation: Hanna Radziejowska | 13.01.2021, 18 Uhr

Sprachen: Deutsch, Polnisch und Englisch

Hier können Sie sich für diese Online-Diskussion registrieren : https://zoom.us/webinar/register/WN_DKrjIbQwTceFKwx40V5ALQ

Die Diskussion findet im Rahmen der "Freischaltung des Pilecki-Institut Archivs in Warschau" statt. Das ganze Konferenzprogramm kann man sich hier anschauen.

Hier kann man sich für die Veranstaltungen am 12.01.2020 anmelden: https://zoom.us/webinar/register/WN_NIDY2rI0TdWSLlwyPuiXzg

In der Diskussion wird es um den historischen Wert der Prozessdokumentation im Kontext der Forschung zum Zweiten Weltkrieg gehen. Inwieweit eröffnen archivalische Quellen, Verhöre und Prozessmaterialien, die von den Nürnberger Prozessen bis in die 1960er und 1970er Jahre hinein entstanden sind, neue Forschungsperspektiven zur Kenntnis und Beschreibung der Verbrechen von Funktionsträgern des Dritten Reiches? Die nach dem Krieg eingestellten Ermittlungen und Prozesse, die oft mit dem Freispruch österreichischer oder deutscher Verbrecher endeten, berühren auch die wichtige Reflexion über die Abrechnungen in den heutigen Demokratien.

Darüber sprechen wir mit dem österreichischen Regisseur Christian Frosch, Autor des preisgekrönten österreichischen Films „Murer“ (2017) über den 1963 in Graz geführten Prozess gegen Franz Murer, den Henker von Vilnius, der trotz der Zeugenaussagen von Überlebenden mit einem Freispruch endete.

Zu Gast ist auch Dr. Andrej Angrick, Ermittler zu den Kriegsverbrechen der Wehrmacht und der Judenvernichtung, spezialisiert auf die Auswertung von Prozess- und Ermittlungsunterlagen im Archiv der Zentralen Stelle zur Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, Autor u.a. des zweibändigen Werkes „Aktion 1005“ über einen organisierten Prozess der Verwischung von Spuren nationalsozialistischer Verbrechen im Osten Europas. Die Perspektive der polnischen Forschung wird ergänzt durch Joanna Nikel, PhD, Forscherin zum Terror der deutschen Besatzung in Masowien, Wissenschaftlerin am Pilecki-Institut, Kuratorin der Ausstellung „Beim Namen gerufen“ (2020), die mit einer Nominierung für die bestgestaltete Ausstellung des Jahres 2020 (STGU) ausgezeichnet wurde.

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