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Buchvorstellung "Stimmen der Hoffnung"

05.08.2021

Wir laden Sie herzlich ein, an der Buchvorstellung des Buchs "Stimmen der Hoffnung. Aufzeichnungen, Gedichte, Texte der belarussischen Freiheitsbewegung" am 09.08 um 19 Uhr am Pariser Platz 4A teilzunehmen. Der Eintritt ist kostenlos.

Wir laden Sie herzlich ein, an der Buchvorstellung des Buchs "Stimmen der Hoffnung" am 09.08 um 19 Uhr am Pariser Platz 4A teilzunehmen. Der Eintritt ist kostenlos

Programm:

  •  Buchvorstellung "Stimmen der Hoffnung. Aufzeichnungen, Gedichte, Texte der belarussischen Freiheitsbewegung" herausgegeben von Alina Lisitzkaya. Ein kurzes Gespräch mit dem Verlag Das Kulturelle Gedächtnis über die nicht ganz einfache Arbeit an der Erstellung des Buches, an welchem 27 Autoren und 16 Übersetzer mitgewirkt haben.
  •  Kuratorenführung durch die Ausstellung "Belarus lebt!" mit Andrei Liankevich
  •  Lesung von Texten aus dem Band mit Stimmen der Originalautoren und einer Lesung von den ins Deutsche übersetzten Texte durch Hanns Zischler.

Es wird um vorherige Anmeldung gebeten: belarus@pileckiinstitut.de . Die Veranstaltung wird auch live über Facebook übertragen.

"Stimmen der Hoffnung"

Die Belarussen, die seit einem Jahr friedlich für einen demokratischen Wandel in ihrem Land kämpfen, erinnern Europa daran, wie hoch der Preis der Demokratie, wie unbezahlbar die Freiheit ist, wie erstaunlich der Mut eines Menschen sein kann, wenn er sich dem Despotisus widersetzt. Selbst, wenn der Preis, den er dafür zahlen muss, hoch ist.

Die Proteste, die ab 9. August 2020 in Belarus begannen, nachdem die Ergebnisse der dortigen Wahl offensichtlich gefälscht wurden, waren kreativ, einfallsreich, farbig und setzten
auch ungewöhnliche künstlerische Energien frei. In den sozialen Netzwerken und bei den Protesten kursierten Erzählungen, Utopien, Reden, Gedichte. Plötzlich hatten die eine Stimme, die sonst nur schweigen durften.

Zum Jahrestag der inzwischen brutal unterdrückten Volksbewegung erscheint nun der Band Stimmen der Hoffnung, herausgegeben von Alina Lisitzkaya, der einige diese Stimmen sammelt – von professionellen Autoren und von Menschen, die einfach aufschrieben, was sie während der Proteste erlebten. Von Teilnehmer an den Protesten, aber auch von Beobachteraus der Ferne – immer aber von Menschen, die es wagen, gegen autokratische Verhältnisse für Freiheit und Demokratie aufzustehen.

Inzwischen ist die Protestbewegung massiv unter Druck geraten. Tausende wurden verprügelt und festgenommen oder entführt, kritische Medien und Institutionen geschlossen, es gab Tote. Zwischen den Stimmen der Hoffnung stehen Berichte von Protestierenden, die verhaftet und zum Teil auch misshandelt wurden. Aber auch sie ließen sich nicht mundtot machen. Sie erzählen ihre Geschichten.

Der Band entstand unter schwierigen Umständen. Viele der Autoren befinden sich noch im Land, einige schreiben unter Pseudonym. Die Texte kamen z.T. auf klandestinen Kanälen zur Herausgeberin.

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