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Frauenrechte in historischer Perspektive

05.12.2020

Vor 102 Jahren haben sich Frauen das Wahlrecht in Polen und Deutschland erkämpft. Eine Diskussion mit Magdalena Gawin (Warszawa), Claudia Kraft (Wien), Cornelia Pieper (Gdańsk) und Hanna Radziejowska (Berlin). Moderiert von Mateusz Fałkowski.

Frauenrechte in historischer Perspektive | Online Diskussion | Dienstag, 08.12.2020, 18:00

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Sprachen: deutsch und polnisch

Vor 102 Jahren haben sich Frauen das Wahlrecht in Polen und Deutschland erkämpft. Eine Diskussion mit Magdalena Gawin (Warszawa), Claudia Kraft (Wien), Cornelia Pieper (Gdańsk) und Hanna Radziejowska (Berlin). Moderiert von Mateusz Fałkowski.

Im November 1918 erkämpften sich Frauen sowohl in Polen als auch in Deutschland das Wahlrecht. Für die polnischen Frauen bedeutete dies die doppelte Freiheit, denn die Einführung des Frauenwahlrechts ging mit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens einher. Beide Länder – Polen und Deutschland - gehörten somit im internationalen Vergleich zu den Vorreitern des Frauenwahlrechts.
Für die Einführung des Frauenwahlrechts kämpften damals Frauen mit sehr unterschiedlichen politischen und weltanschaulichen Überzeugungen. Sowohl die Einführung des Frauenwahlrechts als auch die politische Mobilisierung im Vorfeld üben bis heute noch eine enorme Gestaltungskraft auf Demokratien aus.

Es scheint daher sinnvoll, die Analyse der Bedeutung dieses politischen Aufbruchs mit einem Vergleich gegenwärtiger und historischer Vorstellungen von Gleichheit, Inklusion und Partizipation zu verbinden.
Damals wie heute galten manche politische Postulate von vornherein als selbstverständlich, während andere wiederum die öffentliche Vorstellungskraft sprengten. Diese im Kern historische Diskussion soll deswegen auch wichtige gegenwärtige Aspekte von Frauenrechten beleuchten.

Prof. Dr. Magdalena Gawin - Historikerin am Institut für Geschichte an der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) in Warszawa und polnische Vize-Kulturministerin. Autorin der Monographie über die ersten Frauenbewegungen in Polen: „Spór o równouprawnienie kobiet (1864-1919)” (Der Streit um die Gleichberechtigung der Frauen (1864-1919)

Prof. Dr. Claudia Kraft - Historikerin, Professorin am Lehrstuhl für Zeit-, Kultur-, Wissens- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien. Autorin von u.a. „Geschlechterbeziehungen in Ostmitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg: soziale Praxis und Konstruktionen von Geschlechterbildern“

Cornelia Pieper - Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Gdańsk. Ehemalige Ministerin und Koordinatorin der Bundesregierung für deutsch-polnische zwischengesellschaftliche Beziehungen. Initiatorin des Netzwerkes "Weimarer Dreieck der Frauen“.
Hanna Radziejowska - Historikerin, Leiterin des Pilecki-Instituts Berlin, Kuratorin von mehreren preisgekrönten historischen Ausstellungen, u.a. einer Ausstellung zu den Anfängen von Frauenrechten in Polen.

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