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Zeuge – Geschichte – Erinnerung Andrzej Pilecki, Jochen Böhler und Hanna Radziejowska im Gespräch Samstag, 1 Februar 2020, 14.30 - 16.00 Uhr Pilecki-Institut Berlin, Pariser Platz 4a Eintritt frei

Zeuge – Geschichte – Erinnerung
Andrzej Pilecki, Jochen Böhler und Hanna Radziejowska im Gespräch

Samstag, 1 Februar 2020, 14.30 - 16.00 Uhr
Pilecki-Institut Berlin, Pariser Platz 4a
Eintritt frei

Als Offizier des polnischen Untergrundstaates ließ Witold Pilecki sich freiwillig bei einer Straßenrazzia verhaften und landete dann in KL Auschwitz. Dort angekommen, informierte er die Weltöffentlichkeit über die NS-Verbrechen. Er organisierte zweieinhalb Jahre lang eine Widerstandsbewegung. Doch die Alliierten schwiegen. Schließlich floh er aus dem KZ. Nachdem er bei dem polnischen Untergrundstaat dafür warb, die Lager zu zerstören, kämpfte er 1944 im Warschauer Aufstand. Letzten Endes nahm sein Leben ein tragisches Ende. Auf der Grundlage von fabrizierten und gefälschten Beweisen wurde er 1948 vom kommunistischen Regime ermordet. Auch für seine Frau Maria sowie seine zwei Kinder Zofia und Andrzej, hatten Pìleckis Mut und Lebensentscheidungen teils weitreichende Folgen. Gleichzeitig war es sehr schwierig, die Erinnerung an den Vater während der kommunistischen Herrschaft in Polen zu vermitteln.

 

Am 1 Februar um 14.30 Uhr sprechen die Mitkuratorin der Ausstellung „Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz“ Hanna Radziejowska (Pilecki-Institut Berlin) und der wissenschaftliche Berater der Ausstellung Prof. Jochen Böhler (Uni Jena) mit Andrzej Pilecki, Witold Pileckis Sohn. Sie werden die Geschichte von Witold Pilecki, die Erinnerung aus Sicht der Familie, aber auch Schwierigkeiten, eben jene Erinnerung zu vermitteln, thematisieren. Ferner sollen auch wissenschaftlich-methodische Aspekte erörtert werden, z.B. die Bedeutung historischer Quellen, warum Zeugenaussagen essenziell sind und schließlich die Entstehung und Rolle der Ausstellung "Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz".

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