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Unterschiedlich aber komplementär - mit Prof. Arnd Bauerkämper

18.04.2020

Die dritte Sitzung des vom Pilecki-Institut veranstalteten Pariser Platz Seminars widmet sich unterschiedlichen methodischen Ansätzen der Geschichtswissenschaft. Jetzt über Zoom anmelden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie ganz herzlich zu unserem nächsten "Pariser Platz Seminar" einladen:

Unterschiedlich aber komplementär | Onlineseminar | Donnerstag, 23.04.2020, 12-13.30 Uhr | Das Seminar wird über Zoom stattfinden: 

 https://zoom.us/webinar/register/WN_RtcOuRuSQ3Gq1Lhe2mbyNw

   
- Prof. Arnd Bauerkämper, Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin




Studien zu interkulturellen und transnationalen Beziehungen, Transfers und Verflechtungen sind in der Geschichtswissenschaft – besonders in Deutschland – spät aufgenommen worden.
Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts wuchs in der Geschichtswissenschaft der Stellenwert der vergleichenden Methode.

Seit den achtziger Jahren traten Untersuchungsansätze der Transfer- und Verflechtungsforschung hinzu. Damit hat sich die Rekonstruktion und Analyse grenzüberschreitender Beziehungen, Austauschprozesse, Wechselwirkungen und Verflechtungen zu einer wichtigen Aufgabe historischer Forschung entwickelt. Jedoch ist zunächst kontrovers diskutiert worden, ob, inwieweit und wie die komparative Methode mit transfer- bzw. verflechtungsgeschichtlichen Untersuchungsansätzen kombiniert werden kann. In dem Vortrag soll argumentiert werden, dass Transferforschung der Ergänzung durch die komparative Methode bedarf, zumal die einzelnen und sich teilweise überlagernden Ebenen von Transferprozessen – Problemwahrnehmung, Rezeption fremder Lösungsstrategien, Vermittlung und Übertragung, Aneignung und Transformation – in der sozialen Praxis selber von (jeweils zeitgenössischen) Vergleichen bestimmt sind.

Andererseits ergänzen verflechtungsgeschichtliche Studien vergleichende Untersuchungen, da sie Wechselbeziehungen erfassen und damit vor allem Ähnlichkeiten erklären. Es bietet sich deshalb an, die vergleichende Methode mit transfergeschichtlichen Untersuchungsansätzen zu kombinieren.

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