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"Erinnert auch an die polnische Verluste"

07.05.2021

Der Artikel unseres Stellvertretenden Leiters in der Beliner Zeitung anlässlich des 8.Mais und seiner historsichen Rezeption in Polen

"Erinnert auch an die polnischen Verluste" forderte in der Berliner Zeitung Mateusz Fałkowski, der stellvertretende Leiter des Pilecki-Instituts Berlin. Der Artikel beginnt mit einer Szene aus den Tagebüchern von Andrzej Bobkowski, welche die unterschiedlichen, nicht selten widersprüchlichen Emotionen, die der 8.Mai bei den Polen auslöst, widerspiegelt:

"In den Tagebüchern von Andrzej Bobkowski findet sich ein Eintrag vom Endes August 1944: Bobkowski, damals in Paris, beobachtet die jubelnden Pariser, als die Amerikaner in die Stadt einziehen. Auch Bobkowski war von Freude erfüllt, die aber schnell Traurigkeit und Melacholie wich - im Warschauer Aufstand waren doch gerade erst Zehntausende Zivilisten ermordert, die Stadt war niedergebrannt worden." Der "Durchschnittsbürger Frankreichs" z.B. verspürte wiederum, neben Unsicherheit, vor allem Freude und Erleichterung.

Doch nicht nur auf die historische Dimension des 8.Mais wird in dem Artikel eingegangen, sondern auch auf den gegenwärtigen Bezug und warum dieser ebenfalls eine Art emotionale Ambivalenz auslösen kann:

"Ist der Zweite Weltkrieg vorbei? Natürlich. Aber die Folgen des Krieges begleiten uns immer noch. Wir haben unter anderem das Problem der gestohlenen Kulturgüter immer noch nicht gelöst. Das ist ein aktueller Anlass zur Melancholie".

Der Kauf der Berliner Zeitung lohnt zudem, weil die Wochenendausgabe vor Kurzem eine gründliche konzeptionelle und layoutmäßige Überarbeitung erfuhr - das Resultat kann sich sehen (und lesen) lassen!

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