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Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu unseren beiden Ausstellungen "Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz" und "Belarus lebt! Eine Ausstellung über die Protestbewegung in Belarus"

Das Pilecki-Institut Berlin zeigt aktuell zwei Ausstellungen: 

1.) Wechselausstellung: "Belarus lebt! Eine Ausstellung über die Protestbewegung in Belarus kuratiert von Andrej Liankewitsch und Marta Szymańska" (bis zum 10.11.2021)

2.) Dauerausstellung: "Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz. Kuratiert von Jack Fairweather und Hanna Radziejowska"


                                                   

                                                  Belarus lebt! 

Ein Wechselspiel zwischen Hoffnung und Verzweiflung -  das Hauptaugenmerk der Ausstellung liegt auf den vielfältigen kreativen Formen, die der Protest in Belarus angenommen hat. Auf der einen Seite erlebt die Bevölkerung brutalste Repressalien des Regimes, auf der anderen Seite ist es gerade das ständige Wechselspiel zwischen Hoffnung und Verzweiflung, das den Veränderungswillen und die inspirierende Kreativität der Belarus:innen entfesselt. Diese wechselhaften Emotionen und Empfindungen werden anhand vieler Fotos aufgefangen und wiedergegeben.

Kuratiert wird die Ausstellung vom Minsker Fotografen Andrei Liankevich, welcher u.a. 2014 den Monat der Fotografie in Minsk ins Leben gerufen hat, sowie von Marta Szymańska, einer bekannten Kuratorin von Fotoausstellungen und Projektleiterin im Rahmen des European Photography Festivals. Für beide ist die Ausstellung weit mehr als nur ein weiteres finalisiertes künstlerisches Projekt, sondern es betrifft sie beide persönlich.

Liankevich: „Schon seit längerer Zeit kann ich nicht mehr von mir behaupten, dass ich ein echter Fotoreporter bin. Einer, der objektiv bleibt, der den Standpunkt beider Parteien sucht, der die Ereignisse beobachtet, jedoch daran selbst nicht teilnimmt. Man konnte nicht mehr nach den grauen Zwischentönen suchen, nach der anderen Konfliktpartei fragen. Menschen wurden getötet, inhaftiert, einige von ihnen verschwanden einfach.“ Die Co-Kuratorin Marta Szymańska beschreibt zusätzlich, warum in dieser Situation Bilder mehr sind als bloß Bilder: „Bilder sind ein Instrument der Wende oder – noch mehr – sie können eine Wende vollziehen.“

Pariser Platz 4A, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Di–So, 10–18 Uhr

Kurator:innen: Andrei Liankevich, Maria Szymańska 

Veranstalter: Pilecki-Institut Berlin, Adam-Mickiewicz-Institut

Partner: Razam, Belsat TV, DGO, Polnisches Institut Berlin

           


Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz 

Die erste, auf neuesten Forschungsergebnissen gestützte Ausstellung des Pilecki-Instituts beleuchtet Witold Pileckis Geschichte und dessen freiwillige Mission in Auschwitz. Pilecki machte die Weltöffentlichkeit auf den Charakter und das Ausmaß der NS-Verbrechen aufmerksam.

Als Offizier des polnischen Untergrundstaates ließ er sich freiwillig bei einer Straßenrazzia verhaften und landete dann im KZ. Dort angekommen, informierte er die Weltöffentlichkeit über die NS-Verbrechen. Witold Pilecki organisierte zudem zweieinhalb Jahre lang eine bewaffnete Widerstandsbewegung. Doch die Alliierten schwiegen. Schließlich floh er aus dem KZ.

Damit nicht genug: Nachdem er bei dem polnischen Untergrundstaat dafür warb, die Lager zu zerstören, kämpfte er 1944 im Warschauer Aufstand. Letzten Endes nahm sein Leben ein tragisches Ende. Auf der Grundlage von fabrizierten und gefälschten Beweisen wurde er vom kommunistischen Regime ermordet. 


Die Geschichte seines Kampfes gegen die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts ist Anlass, sich universellen Fragen zu stellen: nach dem Wesen des Bösen und der Fähigkeit des Menschen, sich dem Bösen zu widersetzen, nach Erinnerung und deren Auslöschung.

Die Ausstellung „Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz“ ist in Zusammenarbeit mit bekannten Experten von Weltformat entstanden: Prof. Jochen Boehler von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und Dr. Piotr Setkiewicz vom Auschwitz-Birkenau Museum sorgen dafür, dass Pileckis Geschichte nicht nur anhand seiner Berichte, sondern auch Unikat-Objekten erzählt wird. Dazu gehören die Enigma Schlüsselmaschine, Fragmente des zerstörten „Großen Theaters“ in Warschau, bislang unbekannte Dokumente der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt und eine Reihe von Original-Exponaten aus dem Museum in Auschwitz.

Kurator:innen: Jack Fairweather, Hanna Radziejowska 
Adresse: Pilecki-Institut Berlin, Pariser Platz 4A, 10117 Berlin.

Reguläre Öffnungszeiten (zuletzt fand unsere Wiedereröffnung statt):

Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr. Montags geschlossen.

Barrierefreier Zugang

Besucher*innenbetreuung:

Klaudia Broßzeit · Cornelius de Fallois · Aleksandra Kozlova · Martina Masi · Rafał Ruciński · Maximilian Steinhoff

Ausstellung und Führungen sind kostenfrei.

Für Gruppen oder Schulklassen können Sie Workshops oder thematische Führungen buchen. Bei Fragen oder individuellen Wünschen rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.


Kontakt:
E-Mail: fuehrungen@pileckiinstitut.de 

Tel: +49 (0)3027578955

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