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Unser nächstes Pariser Platz Seminar. Unten finden Sie auch alle bisherigen Veranstaltungen dieser Gesprächsreihe.

Anmeldung über Zoom: https://zoom.us/webinar/register/WN_yS0uUXMPSLSeClyfrOxgzw

Das KL Auschwitz war das tödlichste Lager des Dritten Reiches und zentraler Ort des Holocaust. Obwohl Auschwitz im Laufe der Zeit zum Ort des systematischen Massenmords an Juden wurde, war dies nicht der ursprüngliche Grund für seine Errichtung. Im Jahre 1940 gegründet, diente es zunächst der Zerschlagung der politischen Opposition und des Widerstands im gerade erst besetzten Polen.

Der erste Massentransport von über 700 Gefangenen nach Auschwitz wurde am 14. Juni 1940 aus Tarnów organisiert.
Weitere Transporte folgten und bildeten einen integralen Bestandteil der sogenannten Intelligenzaktion und der AB-Aktion. Es handelte sich hierbei um gegen den polnischen Staat und seine geistigen sowie politischen Eliten gerichtete Vernichtungsmaßnahmen.

Zusammen mit den Experten Nikolaus Wachsmann und Piotr Setkiewicz wollen wir diese weniger bekannte Geschichte des KL Auschwitz zeigen und die Mechanismen diskutieren, die zur Schaffung des tödlichsten, von Nazideutschland gegründeten KZ-Lagers geführt haben.

Auschwitz war ein Ort des Experimentierens mit dem Tod. Welche Intentionen lagen der Errichtung des Lagers zugrunde und welche Ziele wurden während der ersten Phase seines Bestehens verfolgt? Die Antwort auf diese Fragen soll zu einem tieferen Verständnis sowohl der Geschichte der deutschen Besatzung Polens als auch des Holocaust beitragen.

Teilnehmende

Dr. Piotr Setkiewicz, Historiker und Leiter des Forschungszentrums am Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Oświęcim

Prof. Nikolaus Wachsmann, Historiker, Professor für Neuere Europäische Geschichte am Birkbeck College (University of London) und Autor des Buchs „KL: Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager


 

Bisherige Veranstaltungen: 

Auf den Spuren Otto Wächters: Erinnerung und Nachkriegsjustiz" mit Prof. Philippe Sands und Katja Riemann.

"Unterschiedlich aber komplementär – der historische Vergleich und der verflechtungsgeschichtliche Untersuchungsansatz" mit Prof. Arnd Bauerkämper

 

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