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Das KZ Mauthausen wurde im August 1938 von seinen eigenen Häftlingen aufgebaut und eingerichtet, knapp sechs Monate nach dem "Anschluss" an das Deutsche Reich am 12. März 1938.

Ende März verlautbarte der nazionalsozialistische Gauleiter Österreichs August Eigruber, unter donnerndem Applaus und spürbarer Begeisterung im Publikum, dass "Oberösterreich" nun eine "Auszeichnung für (...) Leistungen während der Kampfzeit" erhalte und "ein Konzentrationslager für die Volksverräter von ganz Österreich" entstehen werde .Zusammen mit dem Außenlager KL Gusen bildete das KZ Mauthausen das größte Konzentrationslager in Österreich. Und es war das erste, welches außerhalb der Grenzen des "Altreichs" errichtet wurde.

Obwohl das KZ Mauthausen auch einer pragmatischen Kaltblütigkeit unterworfen war - die unmenschliche Schufterei in Granitseinbrüchen sollte einer fundamentalen Neugestaltung Berlins zugutekommen - galt die Massenvernichtung von Menschen als primäres Ziel.

Ursprünglich dienten die Lager als Gefängnis für politische Gegner des Dritten Reiches. Während des Krieges waren ihre Gefangenen Bürger aus über 40 verschiedenen Ländern. Die meisten von ihnen kamen aus Polen, darunter besonders viele Vertreter der polnischen Eliten, der Sowjetunion und nicht selten auch süd- und westeuropäischen Ländern. Mauthausen ist zudem auch ein Ort des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, da sich unter den Opfern viele Juden befanden. Die Inbetriebnahme des bereits erwähnten Gusen-Außenlagers sollte u.a. der Errichtung einer Hochburg der sog. Intelligenzaktion dienen. Im Rahmen der Intelligenzaktion, d.h. der gezielten ethnischen Säuberung Vertreter polnischer Eliten, wurden zwischen September 1939 und April 1940 ca. 60.000 Polen von deutschen Polizei- und SS- Einheiten ermordet und weitere 50.000 in Konzentrationslager gebracht.

Die Geschichte der Lager ist bis heute wenig bekannt, mehr noch - auf dem Areal des KZ Mauthausen-Gusen befinden sich Wohnbauten und Firmengebäude. Ein Grund mehr der dortigen Opfer zu gedenken. Deshalb werden in den nächsten Tagen zahlreiche Zeitzeugenberichte, Dokumente und Infomaterialien bei uns erscheinen.

https://artsandculture.google.com/exhibit/gusen-granit-und-tod-erinnern-und-vergessen-polish-history-museum/CAIyQmqEnlkkIA?hl=de

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